Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.9

- S.14

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Politik & Stadtverwaltung
FPÖ INNSBRUCK

KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICH

Innsbruck muss wieder leistbar werden

Spekulation: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

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J

er marktwirtschaftliche Mechanismus
von Angebot und Nachfrage trifft aktuell in Bezug auf Wohnkosten Städte besonders hart. Als Landeshauptstadt und
Universitätsstadt hat Innsbruck eine Sonderstellung im Ostalpenraum, auf die wir
stolz sein können. Diese Sonderstellung
hat aber eben auch Schattenseiten und
die spüren wir zurzeit mehr denn je. Als
Politik stellt uns das vor große Herausforderungen, da wir Sorge tragen müssen,
dass das Leben leistbar bleibt und dazu
gehören essentiell die Wohnkosten. Wir

Klubobfrau Andrea Dengg
und GR Reini Happ

ahrzehntelang hat die Innsbrucker Stadtpolitik Spekulanten hofiert, den roten
Teppich ausgerollt und jeden Wunsch von
den Lippen abgelesen. Ja, auch vor einer
symbolträchtigen Anfütterung in Luxusrestaurants hat man sich nicht gescheut. Die
höchst lukrative Umwidmung für den Investor gab es dann zufälligerweise nur wenig
später. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Für
alle Beteiligten war was dabei. Nur die Innsbrucker Bevölkerung schaut bei diesen Machenschaften mal wieder durch die Finger.
Wohnungen wurden gebaut, aber nicht

zum Wohnen. Für die Spekulanten gab es
dafür stets satte Millionengewinne. Und
was haben wir von dieser Politik? Die teuersten Mieten Österreichs, während gleichzeitig tausende Wohnungen in der Stadt
leer stehen.
Der Wohnraum-Spekulation muss ein Riegel vorgeschoben werden. Dafür braucht
es allerdings Taten statt nur schöne Worte.
Als KPÖ werden wir nur Umwidmungen zustimmen, die einen überwiegenden Mehrwert für die Innsbrucker Bevölkerung bringen.

SOZIALDEMOKRATISCHE PARTEI ÖSTERREICH

LISTE FRITZ - BÜRGERFORUM TIROL

Schluss mit Immobilienspekulation!

Innsbruck braucht keine Spekulanten und Investoren!

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G

ie Wohnkosten in Innsbruck steigen
unaufhaltsam überproportional und
stehen schon lange nicht mehr in einem
angemessenen Verhältnis zum lokalen Einkommensniveau. Leider lässt sich feststellen, dass die Entwicklung von Wohnraum
sehr oft aus reinen wirtschaftlichen Rentabilitätsüberlegungen erfolgt und Profitinteressen im Vordergrund stehen. Gemeinsam
in Regierungsverantwortung werden wir
Maßnahmen umsetzten, welche die Schaffung von qualitativ hochwertigem und
günstigem Wohnraum ermöglicht. So wird

z.B. mit der Umsetzung einer „75%-Regel“
(100% bei gemeinnützigen Wohnbauträgern), Investoren getriebenen Überlegungen ein Riegel vorgeschoben. Hierbei wird
festgelegt, dass 75% des Mehrwerts von
zusätzlich genehmigten Dichten zu günstigen Konditionen realisiert werden müssen.
Grundstücke, welche in Bauland umgewandelt werden, sind zu 75% der Stadt Innsbruck zu günstigen Preisen (Wohnbauförderkonditionen) anzubieten. So entsteht
mehr leistbarer Wohnraum und Innsbruck
wird für alle lebenswerter.

GR DI Mario Dallaserra, SPÖ
E-Mail: mario.dallaserra@
innsbruck.gv.at
Tel.: 0660 62 87 812

rund und Boden ist knapp. Wohnen ist
für viele unleistbar. Jahrelang war Spekulanten und Investoren Tür und Tor geöffnet. Es ist an nahezu jeder Ecke gebaut
worden. Aber es ist das falsche für die Falschen gebaut worden. Die Grundlage für
jede Bautätigkeit ist das ÖROKO. Hier legt
die Stadt fest, wohin man sich entwickeln
will. Im ÖROKO geht man davon aus, dass
die Stadt Innsbruck bis zum Jahr 2030 um
13.500 Menschen wächst und dass 9000
neue Wohnungen gebraucht werden. In

Wahrheit stagniert die Bevölkerung oder
geht sogar zurück. Aktuell will gerade wieder ein Investor eine der letzten großen
Grünflächen in Amras mit unleistbaren
Wohnungen zubetonieren. Wir als Liste
Fritz stellen uns hinter die Bevölkerung,
die diese Fehlentwicklungen stark kritisiert. Innsbruck braucht bezahlbare Wohnungen. Leerstehenden Wohnraum haben
wir bereits genug!

DAS NEUE INNSBRUCK

ALTERNATIVE LISTE INNSBRUCK

Wohnpreisen mit einem Bündel an Maßnahmen begegnen

Endlich Schluss mit Deals mit Spekulanten!

D

W

ie hohen Wohnpreise in Innsbruck ergeben sich durch eine Kombination aus
begrenztem Wohnungsangebot und hoher
Nachfrage. Für Familien ist es häufig nicht
mehr möglich, trotz guten Einkommens
eine Eigentumswohnung zu finanzieren
oder eine bezahlbare Mietwohnung zu finden.
Insbesondere Studierende können sich
durch Wohngemeinschaften größere Wohnungen auch zu höheren Preisen leisten,
was für Familien schlichtweg unmöglich
ist. Studentisches Wohnen in Heimen oder

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können nicht akzeptieren, dass 40 Prozent und mehr des Einkommens für Miete und Nebenkosten aufgewandt werden
müssen. Deshalb muss leistbarer Wohnraum sichergestellt werden. Wir als FPÖ
machen uns aber auch dafür stark, dass es
weiterhin möglich ist, Eigentum zu schaffen. Wer fleißig ist und Leistung erbringt,
soll die Möglichkeit haben, sich etwas zu
erarbeiten. Dazu müssen aber die Steuern
gesenkt und jeglichen kommunistischesozialistischen Experimenten eine Absage
erteilt werden.

INNSBRUCK INFORMIERT

Wohnanlagen muss dringend gefördert
werden, um den privaten Wohnmarkt zu
entlasten.
Es braucht noch viele weitere Maßnahmen.
Sei es durch Verdichtung (Stichwort Ausbau von Dachböden) oder durch die Forcierung des Projekts „Sicheres Vermieten“,
damit Eigentümer leerstehende Wohnungen ohne Risiko wieder vermieten können.
Das temporäre Vermieten von Wohnungen
auf Plattformen wie Airbnb entzieht dem
Markt ebenfalls viele Wohnungen und muss
strenger kontrolliert werden.

Ihr Gemeinderat
MMst. Franz Jirka
Klubobmann
Das Neue Innsbruck

ohnen ist ein einträgliches Geschäft
geworden. Transparente an vielen renovierungsbedürftigen Gebäuden in der
Stadt machen dies sichtbar: OFA, ZIMA und
Co kaufen Häuser auf, um daraus Betongold zu machen. Nur zu oft hat die Stadt mit
Spekulanten und Investoren Deals abgeschlossen, die es ihnen ermöglichen, noch
größere Profite einzustreichen. Flächenwidmungs- und Bebauungspläne wurden so
abgeändert, dass die aufgekauften Grundstücke dichter bebaut werden konnten, als
ursprünglich vorgesehen. Begründet wur-

de das stets damit, dass die Schaffung von
Wohnraum den Wohnungsmarkt entlaste.
Doch die so geschaffenen Wohnungen sind
für die meisten Menschen viel zu teuer.
Außerdem führt das florierende Geschäft
mit dem Wohnen dazu, dass städtische und
gemeinnützige Bauträger immer schwerer
an leistbaren Baugrund kommen.
Betongold verdrängt also bezahlbares
Wohnen. Mit diesen Deals muss daher
schnellstens Schluss sein. Gegenüber Spekulanten und Investoren braucht es einen
knallharten Kurs.

H I N W EI S : Die Redaktion von Innsbruck informiert ist für die Inhalte der Fraktionsbeiträge nicht verantwortlich. Die Standpunkte der Parteien
werden von der Redaktion weder lektoriert, umgeschrieben, zensiert noch in sonst einer Art und Weise bearbeitet. Die Anordnung
der Beiträge entspricht dem Wahlergebnis und damit der Stimmenstärke der Fraktionen im Gemeinderat.

Alles Liebe,
Ihre Pia Tomedi
(0677/64426066)

LAbg. GR Dr. Andrea
Haselwanter-Schneider

Alternative Liste
Innsbruck
Für die Alternative Liste (ALi)
MMag. Roland Steixner
roland@alternativeliste.at
www.alternativeliste.at

INNSBRUCK INFORMIERT

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