Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.9

- S.13

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Diese Ausgabe – 2024_Innsbruck_informiert_09
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Politik & Stadtverwaltung

Die Fraktionen im Gemeinderat
D

ie Themenvorgabe erfolgt durch die
Gemeinderatsfraktionen nach dem
Muster der „Aktuellen Stunde“. Dabei wird
ein vorgeschlagenes Thema von stadtpolitischer Bedeutung debattiert.
Lesen Sie in dieser Ausgabe die Meinung
der Fraktionen zum Thema „Wohnpreisabzocke stoppen: Spekulanten und Investoren einen Riegel vorschieben!“ Die Aus-

wahl des Schwerpunktes erfolgte durch
die Liste Fritz für die Gemeinderatssitzung
am Donnerstag, 11. Juli.

Sitzung im Oktober
Seien Sie bei der nächsten öffentlichen
Sitzung des Innsbrucker Gemeinderates
am Donnerstag, 10. Oktober, live dabei.
Der Link zum barrierefreien Livestream der

gesamten Sitzung wird wie gewohnt auf
www.innsbruck.gv.at und www.ibkinfo.at
veröffentlicht. Zusätzlich wird die „Aktuelle Stunde“ ab ca. 9.00 Uhr live auf FREIRAD
(105,9 MHz im Großraum Innsbruck) und
über den Live-Stream unter www.freirad.
at übertragen. Die Sendung gibt es auch
zum Nachhören: cba.fro.at/series/die-aktuelle-stunde-gemeinderat-innsbruck.

© M. FREINHOFER

DIE GRÜNEN

Wir müssen den Wohnraum wieder bezahlbar machen!
Freuen sich über den Baustart (v.l.n.r.): Tobias Huter (Geschäftsführer Huter & Söhne), Architekt Mario Gasser, Franz Pegger (Vorsitzender des Aufsichtsrates, IIG),
Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr, Bürgermeister Johannes Anzengruber, Klubobfrau GRin Julia Payr (Ausschussvorsitzende für Stadtentwicklung, Wohnbau und Projekte)
und Geschäftsführer Franz Danler (IIG).

Startschuss für Campus Arzl

R

und um die Volksschule Arzl wird in
den nächsten Jahren fleißig gebaut:
Am Standort Framsweg 19 startet die Erweiterung und Großinstandsetzung der
städtischen Bildungseinrichtung. Der Zubau deckt den Mehrbedarf an Raum und
integriert die ausgelagerten Kindergartengruppen wieder in den Campus. Noch vor
dem Sommer fand der Spatenstich statt.
Das Innsbrucker Architekturbüro Mario
Gasser gewann den Architekturwettbewerb für die Erweiterung. Die budgetierten
Kosten belaufen sich auf rund 16,5 Milli-

onen Euro, zusätzlich ist eine erweiterte
begleitende Kontrolle, wie für umfassende Sanierungen üblich, mit Kosten in der
Höhe von 180.000 Euro brutto vorgesehen.

Projekt im Detail
Das Projekt wurde durch den Zukauf von zwei
Grundstücken westlich der Schule möglich,
diese umfasst ca. 2.030 Quadratmeter
Freifläche. Die Erweiterung vergrößert die
Raumfläche von 1.300 auf 2.400 Quadratmeter. Etwa 400 Quadratmeter Nutzerflächen werden von der Schule an den

Kindergarten abgetreten. Nach Fertigstellung können die beiden neu geschaffenen
Kindergartengruppen, die bis dahin am
Canisiusweg ihren Standort haben, in das
räumlich erweiterte Haupthaus des Kindergartens am Campus übersiedeln. Das
Vorhaben umfasst zudem einen Energieträgerwechsel von Gas auf Hackschnitzel/
Pellets kombiniert mit einer Luftwärmepumpe, eine temporäre Containeranlage
zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs
während der Baumaßnahmen und eine
Teilunterkellerung beim Neubau. MF

Vereinbarung mit E-Scooter-Verleihern

E

-Scooter-Verleihsysteme stellen einen
zeitgemäßen Beitrag zur urbanen Fortbewegung dar. Allerdings haben sich dabei
in der Vergangenheit zahlreiche Probleme
ergeben. Die Stadt hat nun Rahmenbedingungen festgelegt, um für mehr Sicherheit

24

INNSBRUCK INFORMIERT

und Ordnung im gesamten Stadtgebiet zu
sorgen und eine Vereinbarung mit bestehenden sowie neuen E-Scooter-Verleihern
abgeschlossen. Für das Stadtgebiet ist ein
Organisationssystem aus Free-FloatingBereichen und Sperrzonen vorgesehen.

Eine Sperrzone wird für die Innenstadt
sowie Bereiche der Stadtteile Wilten und
Pradl eingerichtet. Innerhalb dieser Sperrzonen ist das freie Abstellen von E-Scootern untersagt und nur an eigens gekennzeichneten Abstellplätzen gestattet. MD/MF

I

mmer mehr Innsbrucker:innen leiden unter den steigenden Wohnpreisen. Unrühmlicherweise hat Schwarz-Blau Anfang der
2000er-Jahre das Mietrechtsgesetz so verschlechtert, dass regelmäßige ungebremste
Preissteigerungen geschehen können – zumindest bei privater Vermietung.
Wir als Stadt haben aber einen wichtigen
Hebel, den wir im „Zukunftsvertrag“ auch
festgeschrieben haben: mit einer restriktiven Widmungspolitik sollen Investor:innen
angehalten werden, einen Großteil des
Mehrwertes der Allgemeinheit zugutekom-

men zu lassen - bspw. in Form von wohnbaugeförderten Wohnungen für die städtische Wohnungsvergabe, günstige Flächen
für Kinderbetreuung, Stadtteilzentren oder
Ähnliches. Als Koalition haben wir hier einen Richtwert von 75% vorgeschrieben. Wir
können auch den städtischen Wohnbau
durch die Widmung von Vorbehaltsflächen
bei brachliegendem Bauland vorantreiben.
Die Bekämpfung des Leerstandes durch
hoffentlich strengere Landesregeln bei der
Leerstandsabgabe hat für uns höchste Priorität.

Für den Klub der
Innsbrucker Grünen
1. Vizebürgermeister
Georg Willi

JA – JETZT INNSBRUCK - JOHANNES ANZENGRUBER

Leistbares Wohnen in der Hauptstadt der Alpen

I

nnsbrucks Lage ist einzigartig. Mitten in
den Bergen und im Herzen Europas, lädt
die Landschaft, sowie die Freizeit- und
Sportmöglichkeiten Menschen ein, hier zu
leben. Aufgrund der Topografie ist jedoch
nur ein Drittel des Stadtgebietes besiedelbar.
Die Stadt Innsbruck steht vor der zentralen Aufgabe mehr leistbaren Wohnraum im
Ballungsgebiet zu schaffen und der Spekulation einen Riegel vorzuschieben.
Eigener Wohnraum zählt zu den Grundbe-

dürfnissen und darf daher auch in Innsbruck kein Luxus sein.
Mit Maßnahmen wie der Implementierung
des „Innsbrucker Wohntickets“, Baulandmobilisierung, Forcierung der aktiven Bodenpolitik, klaren Widmungs- und Mehrwertregelungen, als auch Pilotprojekten
in modularer Bauweise möchten wir mehr
leistbaren Wohnraum in Innsbruck schaffen.
Stets mit dem Ziel den Innsbrucker BürgerInnen greifbare Perspektiven bieten zu
können.“

von
GR Karoline Obitzhofer und
GR Konrad Kirchebner

INNSBRUCK INFORMIERT

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