Amtsblatt

Jg.1958

/ Nr.6

- S.8

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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

Seite 8

der Schulkinder versieht, zeigt das b e s o n d e r e
P f l i c h t b e w u ß t s e i n a l l e r B e a m t e n des
Gesundheitsamtes, ihre Hingabe und
ihre Einsicht.
Wenn auch die K l a s s e n m i t W e c h s e l u n t e r r i c h t i n Innsbruck langsam absinten, so
weisen sie doch auch heute noch, 13 Jahre nach dem
Kriegsende, m i t einem S a t z " v o n f a s t 5 0 P r o z e n t e i n e e r s c h r e c k e n d e H ö h e a u f . Es
möge dieser schädlichen Einrichtung auch vom Gesundheitsamte die nötige Energie zu ihrer A b s c h a f f u n g zugewendet werden. I n gleicher Richtung
liegt die schon längst vorgesehene U m s i e d l u n g
der Hilfsschule i n s Sieberersche W a i s e n h a u s , wodurch auch die Aufgaben der Hilfsschule weitaus erfolgreicher erfüllt werden könnten.
Es möge auch eine Untersuchung darüber durchgeführt werden, ob nicht der u n g e t e i l t e V o r mittagsunterricht gesundheitlich zut r ä g l i c h e r w ä r e als ein Unterricht von 2 bis 4
Uhr nachmittags. Experimentalpsychologen haben das

Nummer 6

schon lange festgestellt und Tausende von Schulen in
Österreich und in aller Welt haben die Nutzanwendung gezogen. I n gesundheitlicher Hinsicht befürwortet
müßte die E i n f ü h r u n g von S ch u l l a n d w o ch e n werden, wie sie Wien und besonders mole deutsche Städte schon seit Jahren haben. Der M a n g e l
a n T u r n s ä l e n i n I n n s b r u c k wäre auch
der Kritik des Gesundheitsamtes zu empfehlen. M i t
diesen hier angebrachten Wünschen sei noch zusammengefaßt, was das Gesundheitsamt selbst als zukünftige
Aufgabe ansieht:
Die W i e d e r e r r i c h t u n g d e r
Zahullin i k, den A u s b a u
des
orthopädischen
T u r n e n s , W i e d e r b e n ü t z u n g der B r a u s e b ä d e r u n d m e h r Z e i t , d. h. mehr Arzte
für das Gesundheitsamt, damit die Untersuchung der
Kinder noch gründlicher und häufiger durchgeführt
werden könnte. Es sollte auch ermöglicht werden, daß
die Zusammenarbeit zwischen Gesundheils-, Jugend-,
bzw. Fürsorgeamt zum Wohle der gefährdeten K i n der ausgebaut würde.

Natürliche Bevölkerungsbewegung
Das Statistische Amt der Stadt Innsbruck gibt folgende Bevölkerungsbewegung bekannt:

Insgesamt

Standesfälle
im Mai

Eheschließungen

1958

1957

1956

12?

107

11«

221
118
103
183
38
9
118

193
94
99
156
37
1
117

Geburten
108
126
185
49
4
114
1

Knaben
davon ^,... ,
Madchen

ehelich
unehelich
Totgeburten
Sterbefälle
Krieqssterbefnlle

davon

Ortsansässige

1958

1957

1956

N : 83

78
81
108
62
46
91
17
2
88

82
90
98
56
42
78
20

1N8
50
58
86
22
1
78
1

94

(nachträglich beurkundet)

Stadtmagistrat Innsbruck
Abteilung I V
Z l . I V - 3790/1958
Innsbruck, am 9. M a i 1958
Kundmachung
Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck
hat gemäß ß 15 Abs. 1 des Stadtrechtes ( L G V l . Nr.
40/1949) und § 3? Abs. 2 lit. c des Tiroler Straßengesetzes ( L G V l . Nr. 1/1951) in seiner Sitzung vom
2«. J u l i 1957 beschlossen, den 331m" großen Westteil
des in der Neichenau gelegenen und bis zum „Langen
Wege" reichenden öffentlichen Weges, Gp. 2894, K. G.
Amras, als Gemeindestraße aufzulassen.
Die Auflassung steht im Zusammenhange mit der
Vergrößerung des Lagerplatzes der Vauuntcrnehmung I n g . Verger Lc Vrunner in der Neichenau, die
zur Beibehaltung des in Ncde stehenden öffentlichen
Weges in den bisherigen Ausmaßen die entsprechende
Fläche an der Südseite ihrer Liegenschaft (Gp. 704/2,
K. G. Amras) ersatzweise für das öffentliche Giii be-

reitgestellt und in der Zwischenzeit straßenmäßig hergerichtet hat. Die neue Wegführung in diesem Teile
der Gemeindestraße stellt im Vergleich zum alten Zustand einen in jeder Hinficht vollwertigen Ersatz dar.
Am aufgelassenen Wegteil steht keiner Partei (keinem Anlieger) ein über die Allgemeinbenützung hinausgehendes Sonderrecht zu.
Der hiemit veröffentlichte Gemeinderatsbeschluß
tritt an dem der Kundmachung folgenden Tage in
K r a f t " diese gilt als erlassen, sobald sie an der Amtstafel ausgehängt wird (i> 37 Abs. 2 des Sladtrechtes).
Wer sich durch den genannten Gemeinderatsbeschluß
in seinen Nechten verletzt erachtet, kann nach H 37
Abs. 2 des Stadtrechtes binnen zwei Wochen nach
Kundmachung beim Stadlmagistrat Innsbruck schriftlich Einspruch erheben.
Der
Dr. Kapfercr e. h.