Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.12

- S.8

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So bunt wie das Leben in der Stadt
ist auch ihre Gemeinschaft: kulturell
vielfältig, offen und stark durch
Integration und Zusammenhalt.

R

© M. FREINHOFE

Vielfalt als Ressource
Moderne Städte verkörpern Vielfalt und bieten Heimat für schon
immer hier Lebende wie Zugezogene, für Menschen mit unterschiedlichen
Voraussetzungen, kulturellen Hintergründen und Bedürfnissen und
Interessen. Eine Stadt weiterzuentwickeln bedeutet, auf diese Vielfalt
einzugehen und die Anforderungen einer dynamischen Gesellschaft im
urbanen Raum zu integrieren.

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INNSBRUCK INFORMIERT

Gegen Rassismus

HER

Die Integrationsstelle steht unter anderem im Austausch mit ARA, der im ZeMiT
(Zentrum für Migrantinnen und Migranten
in Tirol) angesiedelten Anlauf-, Serviceund Monitoringstelle für AntirassismusArbeit in Tirol. Rückmeldungen von ARA
zeigen, dass (Alltags-)Rassismus leider zunimmt und Menschen mit Migrations- und
Fluchtgeschichte häufig Diskriminierung

© C. FORC

F

ür ein gutes Miteinander braucht es
jedoch nicht nur die Bereitschaft der
Zugezogenen zur Integration, sondern auch das Engagement der gesamten Bevölkerung und allen voran der Politik, die den Rahmen schafft und Vielfalt
als Ressource sieht. Seit 2009 bringt die
in der Stadtplanung angesiedelte Integrationsstelle soziale und gesellschaftliche Themen in Stadtentwicklungsprozesse ein. Zudem initiiert und koordiniert das
Referat „Strategie und Integration“ Projekte, die das Zusammenleben fördern und
Teilhabe ermöglichen. Ein wesentlicher
Erfolgsfaktor ist dabei die enge Vernetzung
mit verschiedenen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Institutionen, die
sich in Innsbruck im Bereich Integration
engagieren.

erleben. Um für diese Themen zu sensibilisieren und ein Bewusstsein dafür zu
schaffen, was Alltagsrassismus bedeutet
und wie stark Menschen davon betroffen
sein können, wird die Integrationsstelle
2025 darauf einen besonderen Schwerpunkt legen. Geplant sind Angebote sowohl für die breite Öffentlichkeit als auch
speziell für Menschen mit Migrations- und
Fluchtgeschichte.

„Innsbruck lebt von der Vielfalt seiner Menschen.
Ein respektvolles und inklusives Miteinander ist
zentral für eine starke Gesellschaft. Mit gezielten
Maßnahmen fördern wir das Bewusstsein für
Integration und setzen ein klares Zeichen gegen
Diskriminierung und Rassismus.“
Stadträtin Janine Bex, BSc

„Vielfalt und Integration bereichern das Zusammenleben in Innsbruck und sind zentrale Anliegen der Stadt. Um Barrieren abzubauen und Teilhabe zu fördern, setzen wir
auf konkrete Angebote: Von Videodolmetschen zur Unterstützung bei Sprachbarrieren über die Berufsmesse chancen:reich zur
Förderung der Arbeitsintegration, bis hin
zu Deutschkursen mit Kinderbetreuung –
wir schaffen praxisnahe Lösungen. Auch
die jährliche Tiroler Integrationsenquete
bietet Expertinnen und Experten aus
Wissenschaft und Praxis Raum, um gemeinsam über zentrale Themen der Integration
zu diskutieren, konkrete ‚best practices‘ für
politisch Verantwortliche mitzunehmen
sowie von Beginn an vulnerable Gruppen

einzubinden. So stand zum Beispiel bei der
diesjährigen Enquete die Nutzung des öffentlichen Raums im Fokus. All diese Maßnahmen schaffen ein besseres Miteinander
und bringen uns näher zusammen“, betont
Integrationsstadträtin Janine Bex, BSc.

Eine offene Stadtgemeinschaft
„Chancengleichheit und die uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen
Leben sollten für alle Menschen möglich
sein“, betont Mag.a Nicola Köfler, die in der
Stadt Innsbruck für Integrationsfragen zuständig ist. Sie fügt hinzu: „Wir alle sind
aufgefordert, uns für das Gemeinwohl
einzusetzen und aktiv gegen Diskriminierung aufzutreten. Integration ist weder

Ein Blick auf die Zahlen
• R
 und 150 Nationen sind in Innsbruck vertreten
• A usländische Top-Nationen:
– Deutschland: 10.462
– Italien: 4.007
– Türkei: 2.831 (Stand 1.1.2024)
• Antirassismus-Arbeit in Tirol:
www.zemit.at/projekte/aratirol-antirassismusarbeit-tirol

eine Bring- noch eine Holschuld, sondern
eine gemeinsame Verantwortung.“ Dass
ein Zusammenleben in Vielfalt nicht nur
Herausforderungen, sondern auch Freude
und Bereicherung bringen, zeigt zum Beispiel das jährliche Fest der Vielfalt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich
den Termin schon jetzt vorzumerken und
am Samstag, den 14. Juni 2025, beim Fest
im Volkskunstmuseum mitzufeiern. MF
Neubauten finden in Tirol

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0676 840 505 680 | innreal.at

Integrationsstelle
Referat Strategie und Integration
Tel.: +43 512 5360 8200
E-Mail: post.stadtplanung@innsbruck.gv.at
Web: www.innsbruck.gv.at/integrationsstelle
INNSBRUCK INFORMIERT

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