Innsbruck Informiert
Jg.2024
/ Nr.11
- S.14
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Gesamter Text dieser Seite:
Politik & Stadtverwaltung
FPÖ INNSBRUCK
KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICH
Wohnungsnotstand durch Stadtregierung selbst verschuldet
Wohnen darf nicht arm machen!
I
D
nnsbrucker Wohnungspolitik ist nichts
für schwache Nerven. Sei es für Mieter oder Vermieter. Die Probleme, die am
Innsbruck Wohnungsmarkt bestehen sind
nicht neu, sondern teilweise von der Politik selbst verschuldet. Man hat es kläglich
verabsäumt das Abwandern der einheimischen Bevölkerung in die Umlandgemeinden zu verhindern und den Zuzug ausländischer Bevölkerung einzudämmen. Die
Wohnungswerberliste wird im länger und
länger. Dies wird sich auch mit der von der
StR Markus Lassenberger
ie Suche nach leistbarem Wohnraum
gleicht in Innsbruck einem Glücksspiel. Eine leistbare Wohnung zu finden
dauert oft Jahre, wenn man sie überhaupt
findet. Die teuren Wohnkosten und die
rasante Teuerung der letzten Jahre sind
eine große Herausforderung für die Menschen in Innsbruck. Das bekommen wir
täglich in unseren Sprechstunden mit.
Wer in der Stadt zur Miete wohnt, muss
im Durchschnitt bereits das halbe Haushaltseinkommen nur für die Wohnung
zahlen.
Vor jeder Wahl wird von den etablierten
Parteien leistbares Wohnen versprochen.
Nach der Wahl fällt das schnell wieder unter den Tisch. Papier ist geduldig. Das Papier, auf dem der Zukunftsvertrag der Innsbrucker Stadtregierung geschrieben wurde,
ist besonders geduldig. Noch immer gibt es
keinen Plan, wann, wo und wie die dringend
benötigten 10.000 neuen leistbaren Stadtwohnungen in den nächsten Jahren gebaut
werden sollen. Die Regierung hat viel versprochen. Von Versprechen allein wird aber
noch keine einzige Miete billiger.
SOZIALDEMOKRATISCHE PARTEI ÖSTERREICH
LISTE FRITZ - BÜRGERFORUM TIROL
Alle Hebel in Bewegung für leistbares Wohnen!
Wohnungsnotstand in Innsbruck beenden
U
D
m in Innsbruck wieder gutes und günstiges Wohnen zu ermöglichen muss
eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen
werden, diese gehen wir gemeinsam mit
unseren Partner:innen in der Stadtregierung an. Als ersten Schritt konnten wir
die Modernisierung der Innsbrucker Wohnungsvergabe beschließen. Damit soll es
künftig einfacher sein, die passende Stadtwohnung zu finden. Auch der Tausch soll
erleichtert werden und schnellere Hilfe in
Notsituationen ermöglicht werden.
Als nächsten Schritt gehen wir konsequent
gegen Immobilienspekulation vor. Wir verordnen strenge Regeln für Bauträger, die
nur Betongold realisieren wollen. Wertvoller Boden darf nicht dem Gewinn einiger
Weniger dienen, sondern muss Freiraum
und Wohnraum für unsere Bevölkerung
bieten. In diesem Sinne ist noch viel zutun,
aber wir sind entschlossen im Sinne der Zukunft aller Innsbrucker:innen zu arbeiten.
Sollte es Fragen zu den neuen Vergaberichtlinien geben oder Anregungen zum
Thema Wohnen, bitte meldet euch einfach
bei mir!
Euer Klubobmann
Benjamin Plach
benjamin.plach@
spoeinnsbruck.at
+43 650 9379811
ie Wohnungssituation vieler Menschen in Innsbruck ist prekär. Diese
Erfahrung machte ich unlängst bei der Besichtigung des Ausweichquartiers für die
kürzlich geschlossene Notschlafstelle. Es
macht mich sprachlos und traurig, wenn
2024 ein schnell aufgestelltes Festzelt das
einzige Dach ist, das notleidende Menschen über dem Kopf haben. Ich habe dort
hilfesuchende Menschen getroffen, die
den Eindruck vermittelten, als ob sie eben
von der Arbeit nach Hause kommen. Und
das sind einige wahrscheinlich auch. Es ist
beschämend für mich, dass wir es bis heute in unserer Stadt nicht geschafft haben,
diesen Menschen eine würdige Unterkunft
zu bieten. Grundstücke sind nämlich vorhanden. So auch jenes, auf dem das Zelt
jetzt steht. Über Wohnungsnotstand gehört nicht geredet, er gehört beseitigt.
Jetzt heißt es die Ärmel hochkrempeln,
Maßnahmen setzen und alle Möglichkeiten ausschöpfen, die wir als Stadt zur Verfügung haben. Unser Ziel ist es, allen Menschen ein festes Dach über dem Kopf zu
bieten.
DAS NEUE INNSBRUCK
ALTERNATIVE LISTE INNSBRUCK
Neues Wohnticket wird Wohnungsvergabe verbessern
Aus Fehlentscheidungen der Vergangenheit lernen!
D
W
as Neue Innsbruck begrüßt die lang geforderte Einführung des Wohntickets
nach dem Wiener Modell. Diese neue Form
der Wohnungsvergabe erlaubt es Wohnungssuchenden, sich gezielt auf städtische Wohnungen zu bewerben, was den
Vergabeprozess beschleunigen und die
Wartelisten voraussichtlich deutlich verkürzen wird. Die Caprese-Regierung (JA,
SPÖ und Grüne) plant zudem strenge Maßnahmen: Wohnungssuchende, die sich
nicht aktiv auf Angebote bewerben, wer-
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neuen linken Stadtregierung beschlossenen Vergaberichtlinie nicht wesentlich verbessern. Das Gegenteil wird der Fall sein.
Es werden noch mehr Menschen auf Wohnungen warten und daran verzweifeln. Es
werden Hoffnungen geschürt, die von der
Regierung nicht befriedigt werden können.
Nur ein Schulterschluss von Gemeinde,
Land und Bund kann die Lösung bringen.
Es bleibt also nur nochmals zu erwähnen:
„Innsbrucker Wohnungspolitik ist nichts für
schwache Nerven!“
INNSBRUCK INFORMIERT
den künftig für mehrere Jahre von der Liste
gestrichen.
Kritisch sehen wir jedoch die Ausweitung
des Anspruchs auf Personen, die lediglich
vier Jahre in Innsbruck gearbeitet haben.
Eine klarere Unterscheidung ist hier notwendig: Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sollten nicht mit Teil- oder Vollzeitstellen gleichgestellt werden, um die
Vergabe gerechter zu gestalten und jenen
den Vorzug zu geben, die stärker in den Arbeitsmarkt integriert sind.
Ihre Gemeinderätin,
Mag. Christine Oppitz-Plörer
Das Neue Innsbruck
er in Innsbruck eine Wohnung sucht,
hat es schwer. Die meisten auf den
gängigen Plattformen angebotenen Wohnungen und WG-Zimmer haben Mieten von
20 Euro pro Quadratmeter und mehr. Auf
einer davon findet sich aktuell gerade ein
12-Quadratmeter-Zimmer für satte 1 100
Euro. Das ist wohl ein Druckfehler. Leider
realistisch ist hingegen das Angebot einer
42-Quadratmeter-Wohnung in Pradl für
eine Bruttomonatsmiete von 1 500 Euro.
Diese ist übrigens bei einem Immobilienprojekt entstanden, das 2020 im Gemein-
derat mit nur einer einzigen Gegenstimme beschlossen wurde: der von ALi. Ein
weiteres Mal zeigt sich: Betongoldprojekte
schaffen keinen bezahlbaren Wohnraum.
Der städtische Wohnungsnotstand ist somit auch die Folge von politischen Fehlentscheidungen der Vergangenheit. Diese gilt
es jetzt zu korrigieren. Der kommunale und
gemeinnützige Wohnbau muss gestärkt
werden, es braucht faire Richtlinien für die
Vergabe städtischer Wohnungen und Leerstand ist konsequent zu bekämpfen und zu
vermeiden.
H I N W EI S : Die Redaktion von Innsbruck informiert ist für die Inhalte der Fraktionsbeiträge nicht verantwortlich. Die Standpunkte der Parteien
werden von der Redaktion weder lektoriert, umgeschrieben, zensiert noch in sonst einer Art und Weise bearbeitet. Die Anordnung
der Beiträge entspricht dem Wahlergebnis und damit der Stimmenstärke der Fraktionen im Gemeinderat.
Alles Liebe,
Eure Pia
Pia Tomedi
Klubobfrau KPÖ Innsbruck
+43 677 644 26 066
LAbg. GR Dr. Andrea
Haselwanter-Schneider
Alternative Liste
Innsbruck
Für das ALi-Team
MMag. Roland Steixner
team@alternativeliste.at
INNSBRUCK INFORMIERT
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