Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.11

- S.13

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Politik & Stadtverwaltung

Die Fraktionen im Gemeinderat
Delegationsreise nach Grenoble

H

A

© M. FREINHOFER

uf Einladung der Partnerstadt war
eine Innsbrucker Delegation zu Gast
in Grenoble. 2024 feiern die Städte ihre
60-jährige Partnerschaft. Die vielen
Gemeinsamkeiten waren Thema. Die
Innsbrucker Delegation rund um Vizebürgermeister Georg Willi und Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr wurde von
Bürgermeister Eric Piolle und Gemeinderat Dominik Pittracher im Rathaus willkommen. Von Innsbrucker Seite wurde
das Treffen vom Referat für Außenbeziehungen organisiert. DJ

ier lesen Sie die Standpunkte der Innsbrucker Gemeinderatsfraktionen. Die
Beiträge orientieren sich an der „Aktuellen
Stunde“ der jeweils vergangenen Gemeinderatssitzung. Unter diesem Tagesordnungspunkt wird in der Sitzungszeit monatlich ein vorgeschlagenes Thema von
stadtpolitischer Bedeutung debattiert. In
der Oktober-Sitzung des Innsbrucker Gemeinderates hatten die Parteien die Gelegenheit zum Thema „Suchst du noch,

oder wohnst du schon - dauerhafter Wohnungsnotstand in Innsbruck“ (Themenauswahl durch KPÖ) zu debattieren. Im
Folgenden finden Sie jeweils eine schriftliche Kurzzusammenfassung der einzelnen
Fraktionen zum Thema.

Nächste Gemeinderatssitzung
Seien Sie bei der nächsten öffentlichen
Sitzung des Innsbrucker Gemeinderates
am Donnerstag, 14. November, ab 9.00

Uhr live dabei. Der Link zum barrierefreien Livestream der gesamten Sitzung wird
wie gewohnt auf www.innsbruck.gv.at
und www.ibkinfo.at veröffentlicht. Zusätzlich wird die „Aktuelle Stunde“ ab
ca. 9.00 Uhr live auf FREIRAD (105,9 MHz im
Großraum Innsbruck) und über den LiveStream unter www.freirad.at übertragen.
Die Sendung gibt es auch zum Nachhören:
cba.fro.at/series/die-aktuelle-stundegemeinderat-innsbruck.

DIE GRÜNEN

Wohnungsvergabe Neu: gerecht, schnell, flexibel

Wohnungsvergabe überarbeitet

W

b dem 1. Juni 2025 gelten in Innsbruck
neue Kriterien für die Vormerkung
und Vergabe von Stadtwohnungen. Diese
basieren auf den Ergebnissen einer Workshop-Reihe, die zwischen 2022 und 2023
stattfand. Dank der breiten Beteiligung von
VertreterInnen der Gemeinderatsparteien,
der städtischen Verwaltung, von Wohnbauträgern, dem Land Tirol, Sozialvereinen sowie externen ExpertInnen konnten
die bisherigen Richtlinien auf Grundlage
dieser umfangreichen Fachkompetenz
überarbeitet werden. Ergänzend flossen
wertvolle Erkenntnisse aus Fachbesuchen
in Freiburg und Wien in die Neugestaltung
ein. Zusammen mit der neuen Richtlinie
wird auch das Innsbrucker Wohnticket eingeführt und im Zuge dessen eine OnlinePlattform bereitgestellt.

Was ist neu?
• Wohnungen werden nicht mehr zugewiesen, sondern können von den Wohnungswerbenden ausgewählt werden.
• Das Ansuchen um eine Stadtwohnung
ist bereits ab vier Jahren (Hauptwohnsitz oder Berufstätigkeit) möglich (bisher fünf Jahre).
• Ansuchen kann auch, wer keinen Daueraufenthaltstitel hat (es reicht ein
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INNSBRUCK INFORMIERT

© M. FREINHOFER

A

Bürgermeister Johannes Anzengruber präsentierte gemeinsam mit Vizebürgermeister Georg Willi (l.) und dem
Vorsitzenden des Wohnungsausschusses, Benjamin Plach (r.), die neue Vergaberichtlinie für Stadtwohnungen.

Aufenthaltstitel mit Zugang zum Arbeitsmarkt).
• Wohnbedarf aufgrund zu hoher Mietzinsbelastung wird ab 33 Prozent des
Nettofamilieneinkommens definiert
(bisher 40 Prozent).
• mehr Flexibilität bei übergeordneten
Interessen (z. B. Absiedlungen im Zuge
von Gebäudeabbrüchen)
• In definierten Ausnahmefällen kann
ein Dringlichkeitsgremium auch abgesehen von der Punkte-Reihung entscheiden (z. B. wenn ein dringlicher
Bedarf besteht).

• 
Der Wohnungswechsel wird konkret
definiert und bietet mehr Flexibilität
(insbesondere bei Rückstellung von
größeren Wohnungen).
• Das Punktesystem wird transparenter
und übersichtlicher.
• 
Um Warte- und Leerstandszeiten
bestmöglich zu vermeiden, können
Wohnungen zeitgleich mehreren wohnungswerbenden Personen angeboten werden.
Weitere Details unter www.ibkinfo.at/
neue-vergaberichtlinie-stadtwohnungen MF

ohnen ist ein emotionales Thema. Es
geht um ein Grundbedürfnis jedes
Menschen: ein sicheres, leistbares Dach
über dem Kopf zu haben. Es geht um das
Bedürfnis, vier Wände nutzen zu können,
die „das Zuhause“ sind, der Ort, wo ich gerne bin, wohin ich gerne „heim komme“.
In allen Städten mit hohen Wohnkosten
wird das Thema leistbares Wohnen intensiv diskutiert. Eine der wichtigsten Stellschrauben ist für uns der kommunale
Wohnbau: Wohnungen, die wir als Stadt
vergeben können. Es sind 17.500, das sind

22 % aller Innsbrucker Wohnungen.
Mit den neuen Regeln für die Wohnungsvergabe ab Mitte 2025 wird der Kreis der
Berechtigten erweitert. Mit der Wohnungsvergabeplattform wird die Möglichkeit geschaffen, dass Wohnungen nicht mehr
zugeteilt werden, sondern eine Auswahl
möglich ist. Bereits mit einer Wohnkostenbelastung von 33 % (bisher 40 %) des Nettofamilieneinkommens kann man sich –
bei Erfüllen der Vormerkkriterien – für
eine Stadtwohnung bewerben. In Notfällen
kann die Stadt schneller helfen.

Für den Klub der
Innsbrucker Grünen
1. BürgermeisterStellvertreter Georg Willi

JA – JETZT INNSBRUCK - JOHANNES ANZENGRUBER

Zeitgemäße und lebensnahe Vergabe
von städtischen Wohnungen

E

in weiterer Meilenstein des Zukunftsvertrages wird umgesetzt:
Die neue „Richtlinie für die Vormerkung und
Vergabe von Wohnungen mit städtischem
Besiedelungsrecht“ markiert einen wichtigen Fortschritt für eine moderne und bedarfsgerechte Wohnungsvergabe. Mit dem
„Innsbrucker Wohnticket“ und einer dazugehörigen Online-Plattform werden Wohnungen zeitgleich mehreren Bewerbern
angeboten, wodurch der Vergabeprozess beschleunigt und transparenter gestaltet wird

und sich sowohl Wartezeiten, als auch Leerstände reduzieren.
Ein weiterer Vorteil ist die erweiterte Flexibilität beim Wohnungswechsel. Das Punktesystem wurde überarbeitet und übersichtlicher gestaltet. Zudem wird durch die
Absenkung der Mietbelastung auf 33 % des
Einkommens und die Anhebung der Einkommensgrenzen der Tiroler Wohnbauförderung sowohl die vulnerabelsten Wohnungssuchenden, als auch die Mittelschicht
abgedeckt.

JA, Jetzt-Innsbruck, GRin Mag.a
(FH) Karoline Obitzhofer

INNSBRUCK INFORMIERT

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