Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.11

- S.9

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© M. DARMANN

Bei weniger frequentierten Bereichen wie bei
Rad- und Fußwegen, etwa beim Wohnheim im
O-Dorf (l.), kommen dynamische Lichtsysteme
zum Einsatz. Diese strahlen bei Bewegung heller.

Nachts haben Frauen mitunter ein mulmiges Gefühl.
Eine gute Beleuchtung und Überwachung von Straßen
und Grünanlagen steigert das Sicherheitsgefühl.
Sicher im Lokal mit „Luisa“

D

afür, dass sich Frauen auf ihrem
Nachhauseweg durch dunkle Parks
und Gassen sicher fühlen können,
wird in Innsbruck einiges getan. Eine
Möglichkeit, um das subjektive Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum zu
erhöhen, sind moderne Lichtkonzepte.
So wurde bis zum Jahr 2020 die gesamte
öffentliche Beleuchtung in Innsbruck von
der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG
(IKB) auf LED-Leuchten umgestellt.
„Wir betreiben mehr als 11.000 LED-Lichtpunkte in Innsbruck und tun unser Bestes,
um alle ‚Hotspots‘ perfekt auszuleuchten.
Es liegt aber in der Natur der Sache, dass
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es etwa durch Abschattungen von Bäumen zu lokalen Beeinträchtigungen kommen kann. Sobald uns diese kenntlich gemacht werden, leiten wir entsprechende
Maßnahmen ein“, weist DI Roland Tiwald,
IKB-Geschäftsbereichsleiter Strom-Netz
darauf hin, dass ständig Nachrüstungen
durchgeführt werden können.
Die LED-Lichtpunkte in Innsbruck wurden
normgerecht installiert. Licht wird somit
gleichmäßiger verteilt und Dunkelbereiche
auf Straßen werden minimiert. Bei weniger frequentierten Bereichen, beispielsweise an Rad- und Fußwegen wie beim
Wohnheim O-Dorf oder der Sillmündung

In Österreich ist jede dritte Frau
im Laufe ihres Lebens von sexualisierter Gewalt betroffen. Dieses
strukturelle Problem ist immer
noch sehr tabuisiert und macht
auch vor dem Nachtleben nicht Halt.
Betroffenen Personen fällt es häufig
schwer, sich in einer bedrohlichen
Situation ans Personal zu wenden. Mit
der Code-Frage „Ist Luisa hier?“ (an
der Aktion teilnehmende Lokale sind
auf den Damen-WCs kenntlich gemacht) sinkt diese Hemmschwelle. Das
Personal bietet lösungs- und bedürfnisorientierte Unterstützung und verweist
den Belästiger im Notfall auch des Lokals.

Selbstverständlich wirkt sich das optimierte Lichtkonzept nicht nur auf das Sicherheitsempfinden aus – auch VerkehrsteilnehmerInnen wie Radfahrende und
Zufußgehende, sind durch die bessere
Sichtbarkeit in der Nacht sicherer unterwegs. Darüber hinaus ist LED-Beleuchtung
energieeffizient und damit kostensparend
und die Umwelt wird durch weniger Lichtverschmutzung geschont.
In erster Linie soll durch die verstärkte
Beleuchtung an den Innsbrucker Hotspots wie dem Rapoldipark oder der
Bogenmeile aber das Sicherheitsgefühl
der InnsbruckerInnen erhöht werden.
So wurde bereits vor Jahren die bestehende Beleuchtung entlang der Geh- und
Radwege im Rapoldipark auf neue LEDLeuchten mit spezieller Optik und „LumiMotion-Funktion“, bei der es sich um ein
dynamisches Lichtband handelt, umgerüstet. Zusätzlich wurde eine Sicherheitsbeleuchtung installiert, mit der große Parkbereiche ausgeleuchtet werden
können. Nicht zuletzt arbeitet die Stadt

HER

Verstärkte Zusammenarbeit

© C. FORC

Sicher unterwegs im
öffentlichen Raum

kommen dynamische Lichtsysteme zum
Einsatz. Das bedeutet, dass die Straßenlampen bei Bewegung heller erstrahlen.

„Durch neue Lichtkonzepte werden öffentliche
Räume wie Geh- und Radwege in den Abendstunden
besonders zur dunkleren Jahreszeit für alle, insbesondere für Frauen, zu sicheren Orten. Neben Helligkeit ist auch Sauberkeit sowohl in den Parkanlagen als
auch im Straßenraum von großer Bedeutung.“
Stadträtin Mag.a Mariella Lutz

an den Hotspots verstärkt mit der Exekutive zusammen, welche die notwendigen
Standorte mit Kameras videoüberwacht.
Die Zusammenarbeit über verschie-

denste Bereiche und Ressorts hinweg
soll dazu beitragen, dass sich besonders
Frauen nachts sicherer fühlen auf ihrem
Nachhauseweg. MD

Achten Sie auf Ihre Sicherheit
• W
 ählen Sie gut beleuchtete Straßen und Wege statt menschenleere
und dunkle Abkürzungen. Bleiben Sie aufmerksam und lassen Sie sich
nicht durch Ihr Smartphone oder Musik über Kopfhörer ablenken.
• Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, nutzen Sie gut beleuchtete
Parkplätze, etwa an belebten Straßen.
• Informieren Sie die Stadtverwaltung darüber, wenn Ihnen eine Straße,
Durchgang oder eine Grünanlage unübersichtlich oder unzureichend beleuchtet und daher gefährlich erscheint. Über www.buergermeldungen.com/
innsbruck können Sie Anregungen, unter anderem zur Verbesserung der
Beleuchtung, einbringen.
• Gelangen Sie in eine Gegend, in der Sie sich nicht sicher fühlen, rufen Sie eine
Freundin oder einen Freund an, und lassen Sie sich „telefonisch begleiten“.

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