Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.11

- S.7

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© CLAUDIA GRÜNZWEIG

Eine öffentlichkeitswirksame Aktion:
Als Zeichen gegen Gewalt an Frauen werden
in der Stadtbibliothek am 22. November lila
Rosen gehäkelt. Mehr dazu auf Seite 30.

Gemeinsam
gegen Gewalt
Der besondere Schutz von Frauen und Kindern ist mehr als je zuvor ein
wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Im November werden in Innsbruck
besonders öffentlichkeitswirksame Zeichen gegen Gewalt gesetzt.

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INNSBRUCK INFORMIERT

© C. FORC

HER

D

er 25. November gilt seit 1999 als
offizieller internationaler Gedenktag der Vereinten Nationen gegen
Gewalt an Frauen und wird in der Innsbrucker Innenstadt ab 16.00 Uhr unter
dem Motto „!Vivas nos queremos! Wir wollen uns lebend!“ als Aktionstag der Frauen-Vernetzung begangen. Auch die Tage
danach bis zum 10. Dezember – dem in-

„Frauen und Mädchen sollen sich in Innsbruck sicher
und frei fühlen. Nicht nur im November bekennen wir
uns zu ihrem Schutz und setzen deutliche Signale gegen
Gewalt. Die bestehenden Ungerechtigkeiten machen
es nach wie vor notwendig, Frauen und Männer in allen
Gesellschaftsschichten für dieses Thema zu sensibilisieren
und die Wahrnehmung zu schärfen.“
Vizebürgermeisterin Mag.a Elisabeth Mayr

ternationalen Tag der Menschenrechte –
stehen ganz im Zeichen der Aktion „16 Tage
gegen Gewalt an Frauen“. Das Programm
wird in enger Zusammenarbeit mit dem
unabhängigen feministischen Netzwerk
Frauen*vernetzung – bestehend aus rund
30 Organisationen, Vereinen und Initiativen –
durchgeführt. Ziel der Aktion ist es, auf
die Benachteiligung und Gefährdung von
Frauen hinzuweisen. Alle aktuellen Informationen und Veranstaltungen sind unter
www.frauenvernetzung.tirol zu finden.

Gerechtes Einkommen
Auch in der Berufswelt ist die Gleichstellung von Männern und Frauen noch lange nicht erreicht. Darauf weist der alljährliche „Equal Pay Day“ hin, der heuer
in Innsbruck auf den 20. November fällt.
Dieser signalisiert, dass Frauen immer
noch durchschnittlich 11,3 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, denn an diesem Tag erreichen Männer bereits jene Gehaltssumme, für die
Frauen noch bis Jahresende arbeiten
müssen. „Diese Einkommensunterschiede führen leider letztendlich für viele Frauen von der Teilzeit-Falle direkt in
die Altersarmut“, betont Vizebürgermeisterin Mag.a Elisabeth Mayr: „An diesem
Aktionstag sollen Männern und Frauen
Impulse gegeben werden, die Zukunft gemeinsam gerechter zu gestalten.“

Sicher nach Hause
Seit 29 Jahren bringt das Frauen-Nachttaxi Frauen und Mädchen sowie Kinder bis 15 Jahre in Begleitung von Frauen abends und nachts sicher nach Hause. Unter der Telefonnummer +43 512
551711 kann das Frauen-Nachttaxi täg-

lich von 20.00 Uhr bis 4.00 Uhr (April–
Oktober ab 21.00 Uhr) angefordert werden. Die Sammelfahrt kostet 5,50 Euro
im gesamten Stadtgebiet (maximale
Wartezeit: 20 Minuten). Alle Informationen unter www.innsbruck.gv.at/leben/
soziales/frauen

Wilten als Vorreiter
Ein aktuelles Projekt setzt sich in Wilten
aktiv für einen gewaltfreien Stadtteil ein.
In einer sensibilisierten Nachbarschaft hat
Gewalt an Frauen und Kindern keinen Platz.
Das Team von StoP (Stadtteile ohne Partnergewalt) lädt zu wöchentlichen Nachbarschaftscafés ein. Immer mittwochs
treffen sich Interessierte zum „KaffeeStoP“ im Stadtteiltreff Wilten. „Häusliche
Gewalt und Partnergewalt kommen leider
überall vor. Diese unverbindlichen Treffen
dienen dem Austausch, wie man ganz konkret in der Nachbarschaft achtsamer werden kann, um der Gewalt präventiv Einhalt
zu gebieten“, berichtet Projektleiterin Gabi
Plattner: „Wir konnten das Angebot der
‚Kaffee-StoPs‘ inzwischen um die Möglichkeit einer gezielten Beratung zu häuslicher
Gewalt erweitern.“ Beide Treffen finden im-

mer mittwochs im ISD-Stadtteiltreff Wilten
(Leopoldstraße 33a) statt.
„Die Nachbarschaft als sogenannter ‚sozialer Nahraum‘ ist ein wichtiger Bereich,
um gemeinsam erfolgreich gegen häusliche Gewalt zu arbeiten. Das Projekt StoP
soll auf längere Sicht auf weitere Stadtteile ausgeweitet werden“, betont Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr: „Diese Initiative ist neben den Runden Tischen ein
wichtiger gemeinsamer Beitrag mit Land
Tirol und Bund zum frauenspezifischen
Gewaltschutz.“ AS

Kontakt
StoP Innsbruck-Wilten
Michael-Gaismair-Straße 15
+43 676 453 41 53
innsbruck@stop-partnergewalt.at
www.stop-partnergewalt.at

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