Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.11

- S.6

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Gesamter Text dieser Seite:
Frauen, die von Gewalt oder Wohnungsnot betroffen sind, brauchen
dringend Unterstützung. Die Stadt Innsbruck bietet in Zusammenarbeit mit
sozialen Einrichtungen umfassende Hilfsangebote.

D

ie Mietkosten in Innsbruck sind
hoch, und unerwartete Ereignisse
wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder
eine Trennung können das Leben schnell
aus der Bahn werfen. In solchen Situationen bietet der Härtefallfonds der Stadt
Innsbruck Unterstützung für Frauen und
alleinerziehende Elternteile, die akut von
Wohnungslosigkeit betroffen sind. Der
Fonds übernimmt die Kosten für einen
kurzfristigen Aufenthalt – bis zu fünf Tage
– in einer Pension oder einem Apartment,
um sofortige Hilfe zu gewährleisten.
„Die Stadt Innsbruck will verhindern, dass
Menschen durch das soziale Netz fallen. Der
Härtefallfonds greift schnell und unkompliziert ein, wenn reguläre Unterstützungsangebote nicht ausreichen“, erklärt Vizebürgermeister Georg Willi.

Sicherheit in Krisenzeiten
Frauen, die sich in einer Notlage befinden,
weil sie etwa nach einer Flucht vor einer
gewaltsamen Beziehung plötzlich ohne
Unterkunft dastehen, können auf ein vielfältiges Beratungsangebot diverser spezialisierter Einrichtungen zurückgreifen.
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INNSBRUCK INFORMIERT

dazu zählen u. a. die Angebote des Tiroler
Frauenhauses und des Vereins lilawohnt.
Diese Einrichtungen bieten nicht nur ein
sicheres vorübergehendes Zuhause, sondern auch umfassende Unterstützung, um
langfristig wieder auf eigenen Beinen stehen zu können. Neben der Bereitstellung
eines sicheren Rückzugsortes wird Frauen
auch psychosoziale, rechtliche und sozialarbeiterische Beratung angeboten und sie
werden bei der Arbeitssuche unterstützt.
Besonders Frauen sind aufgrund finanzieller Abhängigkeiten oft davon bedroht,
in Gewaltbeziehungen zu bleiben, weil sowohl entsprechende Wohnmöglichkeiten
als auch Existenzgrundlagen fehlen.
In einem Kooperationsprojekt mit der
Stadt Innsbruck konnte darüber hinaus
ein zusätzliches Angebot an geschützten
Notwohneinheiten für von Gewalt und Armut betroffene Frauen mit und ohne Kinder geschaffen werden.

Unterstützung für Alleinerziehende
Alleinerziehende stehen oft vor großen
Herausforderungen. Bei der Planung von
Neubau-Wohnungen der Stadt wird zudem

auf die Bedürfnisse von Alleinerziehenden Rücksicht genommen, insbesondere
hinsichtlich der Größe und Einteilung der
Wohnungen. „Es ist uns wichtig, dass alleinerziehende Elternteile, die in eine Notsituation geraten, nicht allein gelassen werden.
Kinder sollen in einem stabilen und sicheren Umfeld aufwachsen können“, betont
Vizebürgermeister Georg Willi.

Sicherer Wohnraum
Gerade für Frauen hängt die Möglichkeit,
eine gewaltvolle Beziehung zu verlassen,
häufig von der Verfügbarkeit eines gesicherten Wohnraums ab. Die Stadt Innsbruck
berücksichtigt in ihrem Punktesystem
zur Vergabe von Wohnungen besonders
„familiäre Notfälle“. In Fällen, in denen
Gewalt eine Rolle spielt und die Betroffenen
die Vergaberichtlinien erfüllen, wird der
Fall dem gemeinderätlichen Ausschuss zur
Entscheidung über eine vorzeitige Wohnversorgung vorgelegt, um eine raschere Zuweisung von Wohnraum zu ermöglichen.
Darüber hinaus stehen die MitarbeiterInnen des Referats Wohnungsvergabe regelmäßig in Kontakt mit Einrichtungen, die

„Frauen – und ihre Kinder – haben ein
Recht auf ein Leben frei von Gewalt. Für
mich ist der Kampf gegen Gewalt an Frauen
untrennbar mit der Frage nach sicherem und
leistbarem Wohnraum verbunden.“
Vizebürgermeister Georg Willi

sich auf das Thema Frauen und Gewalt spezialisiert haben.

Platz für soziale Einrichtungen
Neben den akuten Hilfsangeboten arbeitet die Stadt Innsbruck an langfristigen
Lösungen, um ausreichend Raum für soziale Einrichtungen zu schaffen, die Menschen in Not unterstützen. Ein wichtiges
Projekt in diesem Bereich ist der Neubau des Betreuungs- und Beratungszentrums für in Not geratene Frauen im
Stadtteil Amras. Diese neue Einrichtung,
in der unter anderem die Initiative lilawohnt untergekommen ist, bietet Frauen in schwierigen Lebenslagen nicht nur
eine sichere Anlaufstelle, sondern auch
professionelle Beratung und Unterstützung auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

„Es ist entscheidend, dass wir genügend
Raum schaffen, damit soziale Einrichtungen, die Menschen in Not helfen, ihre
wertvolle Arbeit fortsetzen können“, betont Vizebürgermeister Georg Willi: „Solche Projekte sind ein zentraler Bestandteil unserer Sozialpolitik.“
Das Engagement der Stadt Innsbruck ist
klar: Niemand soll ohne Unterstützung bleiben. Frauen in Not brauchen nicht nur eine
Wohnung – sie brauchen Sicherheit, Begleitung und Perspektiven. Mit einem breiten Angebot an Hilfsmaßnahmen und der
intensiven Zusammenarbeit mit sozialen
Einrichtungen setzt die Stadt Innsbruck genau hier an. „Wir wollen eine Stadt sein, in
der jede Frau die Chance hat, aus schwierigen Lebenslagen herauszukommen und
in Sicherheit zu leben“, betont Vizebürgermeister Georg Willi abschließend. DJ

Was ist im Falle von (akuter) Gewalt zu tun?
• N
 ummer Polizei: 133 oder 112
• S MS Polizei: 0800 133 133 (auch Notruf für Gehörlose)
• F rauenhelpline: 0800 222 555 (24h erreichbar) (www.frauenhelpline.at)
• F rauenhaus Tirol: 0512 342 112 (24h erreichbar) (www.frauenhaus-tirol.at)
• Gewaltschutzzentrum Tirol: 0512 571 313 (www.gewaltschutzzentrum-tirol.at und
www.gewaltschutzzentrum-tirol.at/videos/gewalt-ist-keine-loesung.mp4)
• F rauenhaus/Frauen helfen Frauen Innsbruck: 0512 580 977 (www.fhf-tirol.at;
E-Mail: info@fhf-tirol.com)
• Männerberatung Mannsbilder Tirol: 0512 576 644 (mannsbilder.at)

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Frauen können in Notsituationen auf ein
vielfältiges Angebot an Beratungs- und Unterstützungsleistungen in der Landeshauptstadt Innsbruck zurückgreifen.

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