Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.9

- S.23

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Stadtgeschichte

Innsbruck vor 100 Jahren

der Andreas Hoferstraße unter Einsetzung
seines eigenen Lebens gerettet hätte. Der
Bursche war bereits bewußtlos und wurde
ins Gasthaus „Peterbrünnl“ gebracht.

Aus dem Stadtarchiv von Renate Ursprunger

© STADTARCHIV/STADTMUSEUM(3)

Das Haus Claudiaplatz 4 ist heute unter der Adresse
Elisabethstraße 11 zu finden, um 1910.

Festumzug zum Gedächtnistag der Tiroler Kriegsteilnehmer, 1924

2. September
Das Gastspiel der Exlbühne am Innsbrucker Stadttheater hat am gestrigen
Montag mit einem Schönherr-Abend begonnen. Zwischen der verflossenen und
der am 1. Oktober beginnenden neuen
Spielzeit des Stadttheaters gibt uns ein
14tägiges Gastspiel willkommene Gelegenheit unsere Exlleute, die nun in Wien
ein dauerndes Heim haben, die aber eigentlich doch in den Innsbrucker und
Tiroler Herzen ein unveräußerliches Heimatrecht besitzen, in ihren alten Glanzrollen und in einigen neuen Stücken
wiederzusehen. Es ist immer ein Fest für
uns Innsbrucker, wenn die Exlbühne nach
längerer Pause wiederkommt.
5. September
Die Beseitigung der Geschäftsvorbauten
am Innsbrucker Burggraben als unerläßliche Vorbedingung der beabsichtigten
Legung eines Doppelgleises der Lokalbahn
vom Stockereck bis zur Museumstraße,
ist von verschiedenen Seiten, auch von
fachmännischen Gutachten, festgestellt
worden. Nun hat die Innsbrucker Kammer
für Handel, Gewerbe und Industrie eine
Denkschrift an den Bürgermeister Dr. Eder
gerichtet, in der sie die Beseitigung der
Vorbauten, die schon längst zu diesem
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Zwecke von der Stadtgemeinde angekauft
worden sind, fordert, da sonst mit der Legung des Doppelgleises aus verkehrstechnischen Gründen nicht begonnen werden
könnte.
9. September
Der Gedächtnistag der Tiroler Kriegsteilnehmer in Innsbruck. (Ein Landesfest
der Erinnerung und des Dankes an unsere
Helden). Seit den Tagen der Jahrhundertfeier der Tiroler Befreiungskämpfe 1909
hat die Landeshauptstadt Tirol keine größere und mächtigere Volkskundgebung
gesehen als den heutigen Gedächtnistag
der Tiroler Kriegsteilnehmer.
12. September
Die Ankunft der neuen Glocken für die
St. Jakobs-Pfarrkirche von Innsbruck.
Gestern abends gegen 6 Uhr sind die vier
neuen Glocken, die zum Ersatz der im Krieg
abgelieferten Glocken der St. Jakobs-Pfarrkirche von Innsbruck bestimmt sind, am
Westbahnhof angekommen. Die Glocken
wurden in der Glockengießerei Hahn und
Adler in Reutte gegossen. Bei der Ankunft
wurden die neuen Glocken vom Glockenkomitee in Empfang genommen und durch
die Musikkapelle des Alpenjäger-Regimentes Nr. 12 in feierlichem Zug durch die Stra-

ßen der Stadt auf den Pfarrplatz geleitet.
Unter dem Geläute aller Glocken von St.
Jakob kamen die drei Wagen am Pfarrplatz
an, worauf die neuen Glocken gleich auf das
bereitgestellte Gerüst aufgezogen wurden.
Am Sonntag, den 14. ds. Mts. findet die feierliche Weihe der neuen Glocken statt.

19. September
Ein gefährlicher Bräutigam. Am Donnerstag vormittags ersuchte ein Fräulein
aus München in der Leopoldstraße einen Wachmann um Schutz, weil sie von
Innsbruck abreisen wolle, aber von ihrem
Bräutigam, einem 30jährigen Innsbrucker
Kaufmann gewaltsam und unter Drohungen daran gehindert werde. Das Mädchen
wollte auf den Bahnhof, der Bräutigam ist
ihr nachgefolgt, hat ihr dort mehrere Rippenstöße versetzt und ihr den Reisekoffer
abgenommen. Er zeigte ihr ein Messer und
erklärte: „Schau dir dieses Messer gut an!“
Das Fräulein, das sich vor ihrem Bräutigam
fürchtete, mußte die Abreise aufgeben. Der
gefährliche Bräutigam wurde verhaftet.

Menschenansammlung anlässlich der Lieferung der
neuen Glocken für die St. Jakobs-Pfarrkirche, 1924

22. September
Hofgartenkonzert im Lichterschmuck.
Heute Montag abends von halb 6 bis halb
8 Uhr findet zu Ehren der Kongreßmitglieder im Hofgarten ein Konzert der Wiltener
Musikkapelle in Nationaltracht statt. Bei
Einritt der Dunkelheit werden unzählige
Lampions die lauschige Pracht unseres
Hofgarten erhellen und eindrucksvolle
Stimmung geben.

15. September
Rückkehr von Schweizer Ferienkindern.
Am Samstag, den 20. September, 6.44
früh, trifft in Innsbruck ein Ferienkindertransport aus der Schweiz ein. Alle Eltern
der zurückkehrenden Kindern werden
ersucht, pünktlich am Hauptbahnhof zu
sein.

23. September
Das gefährliche Baden im Inn. Am Sonntag, um ungefähr 3 Uhr nachmittags ist ein
14jähriger Sohn eines Maurers beim Baden im Inn unterhalb des Gasthauses „Peterbrünnl“ in einen Wirbel hineingerissen
worden; er wäre zweifellos ertrunken, wenn
ihn nicht der Kaufmann Sebastian Engl von

17. September
Der Privatkindergarten Saggen, Claudiaplatz 4, der deutschen Volksgemeinschaft
beginnt am Donnerstag, den 18. ds. Mts.,
9 Uhr früh.

stellte sich heraus, daß in der Nähe des
Friedhofes jemand trockene Kartoffelstauden angezündet hatte. Beim Eintreffen der
Feuerwehr waren die Stauden schon niedergebrannt.

29. September
Blinder Feueralarm. Am 26. ds. gegen
7 Uhr abends wurde die Berufsfeuerwehr
von unbekannter Seite verständigt, daß
in der Nähe des alten Militärfriedhofes in
Pradl ein Brand ausgebrochen sei. Als die
Feuerwehr zur angegebenen Stelle fuhr,

Thomas Albrich, Nikolaus Hagen, Stefan Stachniß
Flieger aus Tirol und Vorarlberg in den k.u.k. Luftfahrtruppen
Bd. 2: Feldpiloten, Beobachteroffiziere und Ballonfahrer bis Ende 1916
Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, Neue Folge 78/2
SBN 978-3-7030-6634-4, 164 Seiten, gebunden
24,90 €
Die wenig bekannte Geschichte der k. u. k. Luftfahrtruppen,
erzählt in 50 Biografien.
Zum Bildgedächtnis des Ersten Weltkriegs gehören Kanonen, Stellungen im Hochgebirge
und Soldaten, die gegen Schneemassen und Lawinen ankämpfen. Dass diese Bergwelt an
der Tiroler Front gleichzeitig auch die Kulisse für einen erbitterten Luftkrieg darstellte, das ist
weit weniger bekannt. Nicht nur war Tirol ein Schauplatz dieses Luftkrieges, sondern Soldaten
aus Nord- und Südtirol, dem Trentino und Vorarlberg waren als Angehörige der österreichischungarischen Fliegertruppe an den verschiedensten Kriegsschauplätzen als Piloten, Beobachteroffiziere und als Bodenpersonal eingesetzt. Der größte Teil dieser Personen – darunter zahlreiche Pioniere des Flugwesens – ist bislang völlig unbekannt.
Das Kriegsjahr 1916, das Band 2 dieses vierbändigen kollektivbiografischen Werks abdeckt,
hatte für den Luftkrieg in West- und Südösterreich eine besondere Bedeutung. Mit Anfang des
Jahres 1916 wurde Tirol immer stärker zum Ziel- und Operationsgebiet feindlicher Fliegeraktivitäten. Der Luftkrieg wurde damit nicht nur für die Tiroler und Vorarlberger, die in den Luftfahrtruppen eingesetzt waren, sondern auch für die Zivilbevölkerung in der Grenzregion deutlich
spürbar. Neben einleitenden Beiträgen sowie einer Chronik der Luftkriegsereignisse des Jahres
1916 umfasst Band 2 zahlreiche Kurzbiografien von Piloten, Beobachteroffizieren und Ballonfahrern im Dienst der k.u.k. Luftfahrtruppen.

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