Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.7

- S.26

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Politik & Stadtverwaltung
FPÖ INNSBRUCK

Leistbares Wohnen nur durch Zuwanderungsstopp

W

er leistbaren Wohnraum haben will,
muss eingestehen, dass die zügellose
Massenzuwanderung dem entgegensteht.
Die massive Zuwanderung führt dazu, dass
die Nachfrage nicht im selben Ausmaß wie
das Angebot steigt, was zu einer Preissteigerung führt und schlussendlich das Wohnen in Innsbruck unbezahlbar macht. Dass
viele Innsbrucker mehr als 40 % ihres Einkommens fürs Wohnen samt Nebenkosten
aufwenden müssen, ist nicht hinnehmbar.
Da ist Leerstandmobilisierung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn man ande-

rerseits nicht bereit ist, die Zuwanderung
einzudämmen. Unsere Kritik zur Leerstandabgabe hat sich bestätigt. Bevor weiter im
Privaten eingegriffen wird, muss die Stadt
den eigenen Leerstand beheben – circa
370 eigenen Wohnungen, die leer stehen
(etwa Eichhof oder Schlachthof). Leerstandmobilisierung ist nur Symptombekämpfung und darf nicht zum Zweck
geschehen, aus Innsbruck eine globale Herberge zu machen. Wer also leistbares Wohnen in Innsbruck haben will, muss die Völkerwanderung beenden.

Klubobmann Stv.
Fabian Walch

SOZIALDEMOKRATISCHE PARTEI ÖSTERREICH

Leerstand beleben, ohne Wenn und Aber!

T

ausende Wohnungen stehen in Innsbruck leer oder werden auf OnlinePlattformen kurzzeitig vermietet. Natürlich
trägt auch das zu den enormen Kostensteigerungen am Mietmarkt bei. Wie kam
es dazu? Über Jahrzehnte hinweg wurde durch eine falsche Wohnpolitik Großinvestoren Tür und Tor geöffnet. Statt für
die Innsbrucker Familien, für Jung und Alt,
leistbare Wohnungen zu bauen, wurden für
diejenigen, die es sich richten und leisten
können, Wertanlagen gebaut. Wertanlagen, die nicht zum Wohnen, sondern zum

Leerstehenlassen und als Spekulationsgut zum Weiterverkaufen gebaut werden.
Im Zukunftsvertrag haben wir uns als neue
Stadtregierung darauf geeinigt, alle Möglichkeiten zur Mobilisierung dieser Wohnungen zu nutzen. Unter anderem mittels
einer effektiven und entsprechend hohen
Leerstandsabgabe oder mit der Taskforce
gegen illegale Kurzzeitvermietungen. Gemeinsam werden wir ein neues Kapitel in
der Wohnungspolitik aufschlagen. Wohnungen müssen ein Zuhause und kein Spekulationsobjekt sein!

Stv. Klubobmann Dominik
Pittracher, SPÖ
E-Mail: dominik.pittracher@
innsbruck.gv.at
Tel.: 069919919953

DAS NEUE INNSBRUCK

Dem Leerstand muss aktiv begegnet werden

L

eistbares Wohnen und Leerstand bleiben nach wie vor Dauerbrenner in der
Stadtpolitik. Wir müssen uns alle gemeinsam dafür einsetzen, dass junge Innsbrucker Familien nicht weiterhin ins Umland
abwandern, weil sie sich das Leben in ihrer
Heimatstadt nicht leisten können.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören
Gebührensenkungen für niedrigere Betriebskosten, ein Angebot von geförderten
Wohnungen für Jungfamilien, Studierendenheimplätze zur Entlastung des privaten
Wohnmarktes oder auch Maßnahmen, um

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INNSBRUCK INFORMIERT

mehr leerstehende Wohnungen auf den
Mietmarkt zu bringen.
Jede leerstehende Wohnung ist eine zu viel.
Deshalb braucht es dringendst eine Mobilisierung. Neben der bisher leider wenig
funktionierenden Leerstandsabgabe, muss
die Stadt Innsbruck das Projekt „Sicheres
Vermieten“ intensivieren, um den Eigentümern von leerstehenden Wohnungen
die Sorgen vor dem Vermieten zu nehmen.
Hieran wird sich zeigen, inwieweit sich die
Stadtregierung tatsächlich mit der Zukunft
für die Menschen auseinandersetzt.

GR MMst. Franz Jirka
Klubobmann
Das Neue Innsbruck