Innsbruck Informiert
Jg.2024
/ Nr.7
- S.20
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Gesamter Text dieser Seite:
© M. FREINHOFER
Lebensraum Innsbruck
Cool bei Hitze
Ein gesunder Wasserhaushalt hilft Hitzephasen zu
überstehen. Wenn Ihnen das Trinkwasser ausgeht,
können Sie es bei einem der 152 Trinkbrunnen der Stadt
kostenlos nachfüllen oder bei einem Geschäft, das an
der Wassertropfen-Aktion teilnimmt, erkennbar am
blauen Wassertropfen-Sticker am Fenster.
Eine gemeinsame Kampagne der Stadt Innsbruck mit dem
Land Tirol und den Tirol Kliniken soll für die Gefahren für die
persönliche Gesundheit durch steigende Temperaturen
als Folge des Klimawandels sensibilisieren.
D
as Jahr 2023 hat wieder alle bisherigen Hitzerekorde geschlagen: Innsbruck war mit 35 Hitzetagen Spitzenreiter unter den Landeshauptstädten.
Wir verzeichneten den wärmsten September und der darauffolgende Winter
2023/24 gehört zu den wärmsten Wintern
der 257-jährigen Messgeschichte.
Dies hat auch Folgen für unsere Gesundheit, insbesondere für gefährdete Gruppen wie ältere, pflegebedürftige, vorerkrankte oder im Freien arbeitende
Menschen sowie Säuglinge, Kleinkinder
und Schwangere.
Gemeinsam vorbeugen
Erstmals gehen nun die Stadt Innsbruck,
das Land Tirol und die Tirol Kliniken im
Rahmen des Hitzeaktionsplans den Weg
einer gemeinsamen Kommunikationskampagne, um die Bevölkerung für das
Thema zu sensibilisieren und so auch auf
den Ernstfall vorzubereiten.
Mit der vom Amt Klimaneutrale Stadt
erarbeiteten Stadtklima-Analyse wurden umfangreich Daten erhoben und so
die in dichten Siedlungsräumen erwartbaren Hitzeinseln erkannt und dokumentiert. Darauf basierend wird bereits
durch Maßnahmen wie zum Beispiel Be20
INNSBRUCK INFORMIERT
grünung, Beschattung, Versorgung mit
(Trink-)brunnen und Bodenentsiegelung
gegengesteuert.
„Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen enden aber nicht bei
der Datenerhebung. Auch nicht mit städteplanerischen Maßnahmen, die für mehr
Abkühlung sorgen“, erläutert Amtsvorstand Michael Deflorian, PhD: „Wir brauchen ein funktionierendes Warnsystem
für Hitzeperioden – und eine schon im
Vorfeld gut auf mögliche Gesundheitsprobleme vorbereitete Bevölkerung. Da
macht die enge Zusammenarbeit mit
dem Land und den Kliniken Sinn. Wir alle
müssen lernen, mit Hitze besser umzugehen. Vorgewarnt und gut vorbereitet
zu sein, kann Leben retten.“
Vorbeugen – erkennen –
richtig reagieren
Es gilt einerseits Notfällen vorzubeugen,
also zum Beispiel ausreichend und regelmäßig zu trinken, sich der Hitze angepasst leicht und locker zu kleiden, Wohnräume während der kühleren Stunden zu
lüften und im Freien Schattenplätze aufzusuchen und schweißtreibende Arbeiten
zu vermeiden oder zumindest zeitlich auf
den frühen Morgen zu verschieben.
Es gilt aber auch, gesundheitliche Probleme bei sich und anderen, etwa drohende Überhitzung, Sonnenstich, Wärmeerschöpfung oder Hitzeschlag, möglichst
frühzeitig zu erkennen. Das erlaubt einen
kühlen Kopf zu bewahren und ermöglicht,
die notwendigen Gegenmaßnahmen zu
ergreifen. UI
Vorsicht mit Medikamenten
Sie nehmen Medikamente?
Hitze kann die Aufnahme, Verteilung, den Abbau und die Ausscheidung von Wirkstoffen und die
Wirksamkeit von Medikamenten
beeinflussen.
Deshalb gilt bei Hitze ganz besonders:
Lesen Sie den Beipackzettel.
Suchen Sie ärztliche Beratung.
Achten Sie auf angegebene Lagerungstemperaturen.
Amt Klimaneutrale Stadt
Marktgraben 14, 3. Stock
(nicht barrierefrei)
Tel.: +43 512 5360 8201
klima.umwelt@innsbruck.gv.at