Innsbruck Informiert

Jg.2024

/ Nr.6

- S.23

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Stadtgeschichte

Innsbruck vor 100 Jahren

geeignete Plätze werden in Vorschlag gebracht: Die Kettenbrücke in Mühlau, die
Innbrücke, der Straßendurchlaß Zirl-Karwendelbahn, die Leopoldstraße bei der
Wiltener Kirche, die Pradlerbrücke und das
Brückenplatzl in der Reichenauerstraße.

Aus dem Stadtarchiv von Lukas Morscher

© STADTARCHIV/STADTMUSEUM(3)

16. Juni
Das Warenhaus Bauer-Schwarz veranstaltet vom 16. bis 21. Juni eine SommerWirtschafts-Woche unter der Devise „Für
das Kind“. Von der gesamten Wochenlosung überweist das Warenhaus ein Prozent den Vereinen: Jugendfürsorge, Blindenfürsorge und Säuglingsheim.

Die sog. Zelgergründe zwischen Triumphpforte und IKB-Hochhaus waren noch viele Jahre beliebter Standort von Zirkussen.
Hier um 1938.

3. Juni
Ein Zirkus in Innsbruck. Diese Woche
wird wieder ein richtiggehender Zeltzirkus nach Innsbruck kommen und auf der
Zelgerwiese bei der Triumphpforte aufgestellt werden. Es ist der in Deutschland
weit bekannte Zirkus Coßmy. Nach dem
Ruf, der ihm vorausgeht und nach den
uns vorliegenden Urteilen reichsdeutscher
Zeitungen über seine Leistungen darf man
jedenfalls auf das in der Manege Coßmy zu
Sehende gespannt sein.

Innsbruck in den Hofraum gestürzt und
ist mit einem Schädelbruch tot liegen geblieben. H[…] war schon seit längerer Zeit
schwermütig und zeigte zeitweise Geistesstörungen. Er hat in letzter Zeit öfters Zeichen von Verfolgungswahn geäußert.

5. Juni
Die Selbstmordepedemie in Innsbruck.
Wie im Vorjahre, so häufen sich auch heuer zu Beginn des Frühsommers, im Mai
und Juni, die Selbstmorde. Nach den in
den letzten Tagen gemeldeten Fällen haben auch gestern zwei Lebensüberdrüssige den Versuch unternommen, freiwillig
aus dem Leben zu scheiden. […]

10. Juni
Die Ernennung des Architekten Dr. Holzmeister zum Professor an der Wiener
Akademie. Bekanntlich hat das Professorenkollegium der Wiener Akademie der bildenden Künste vor kurzem als Nachfolger
Prof. Ohmanns an erster und einziger Stelle
den Innsbrucker Architekten Dr. Clemens
Holzmeister vorgeschlagen. Wie wir erfahren, hat der Ministerrat in seiner letzten
Sitzung diesen Vorschlag angenommen
und Dr. Holzmeister zum Professor an der
Akademie ernannt. Unser auf diese Wiese
geehrte Landsmann wird seine neue Lehrtätigkeit im nächsten Herbst antreten.

6. Juni
Selbstmord eines Servitenklerikers.
Am 5. d.M. um ungefähr 12 Uhr mittags
hat sich der 25 Jahre alte Theologe Elmer
H[…] vom 2. Stock des Servitenklosters in

13. Juni
Eine aufregende Verbrecherjagd. In der
Fallmerayerstraße gab es am vergangenen
Mittwoch gegen 6 Uhr abends eine aufregende Szene. In schnellstem Lauf flüchtete

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ein Mann gegen Wilten zu und wurde von
einigen Gendarmen und zahlreichen Passanten verfolgt. Es handelte sich um den
verhafteten Anton N[…], der dem Landesgerichte eingeliefert werden sollte, sich aber
kurz vor dem Gebäude der Eskorte entriß. Er
kam jedoch nur bis in die Glasmalereistraße, wo er eingeholt und festgehalten wurde.
Das Kaufhaus „Bauer & Schwarz“, der Vorgänger des
heutigen Kaufhaus Tyrol, war das erste Großkaufhaus in
Innsbruck durch das ein Hauch von weiter Welt wehte.

Der Ort des Fluchtversuches. Das Gebäude des heutigen
Landesgerichts in der Fallmerayerstraße.

13. Juni
Der Straßenverkehr in Innsbruck. Zu
der vom Radfahrerverband für Tirol und
Vorarlberg veröffentlichten Beschwerde
über die Verkehrsverhältnisse in Innsbruck
kommt uns aus Leserkreisen die Anregung zu, an mehreren Stellen der Stadt
quer über die Straße Bänder zu spannen
mit der Aufschrift: „Links gehen und fahren. Rechts vorgehen und vorfahren!“ Als

23. Juni
Wiener Straßenbahner in Innsbruck.
Gestern vormittags kamen in Innsbruck einige hundert Wiener Straßenbahner, zum
Teil mit ihren Frauen, zum Besuche ihrer
Innsbrucker Kollegen an. Vormittags spielte die Musikkapelle der Wiener am Boznerplatz, abends fand in den Stadtsälen
ein großes Konzert der Wiener statt.

24. Juni
Das Projekt einer Schwebebahn auf den
Patscherkofel. Das Bundesministerium
für Handel und Verkehr hat der Gemeindevorstehung in Igls die Bewilligung zu
technischen Vorarbeiten für eine als Seilschwebebahn auszuführende Bahn niederer Ordnung von Igls auf den Patscherkofel
auf die Dauer eines Jahres erteilt.

Thomas Albrich, Nikolaus Hagen, Stefan Stachniß
Flieger aus Tirol und Vorarlberg in den k.u.k. Luftfahrtruppen
Bd. 1: Feldpiloten, Beobachteroffiziere und Ballonfahrer bis Ende 1915
Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, Neue Folge 78/1
ISBN 978-3-7030-6578-1, 180 Seiten, gebunden, 24,90 €
Erhältlich auch im Online-Shop des Stadtarchivs unter:
www.innsbruck.gv.at/shop
Die wenig bekannte Geschichte der k. u. k. Luftfahrtruppen,
erzählt in 50 Biografien.
Zum Bildgedächtnis des Ersten Weltkriegs gehören Kanonen, Stellungen im
Hochgebirge und Soldaten, die gegen Schneemassen und Lawinen ankämpfen.
Dass diese Bergwelt an der Tiroler Front gleichzeitig auch die Kulisse für einen
erbitterten Luftkrieg darstellte, das ist weit weniger bekannt. Nicht nur war Tirol
ein Schauplatz dieses Luftkrieges, sondern Soldaten aus Nord- und Südtirol, dem
Trentino und Vorarlberg waren als Angehörige der österreichisch-ungarischen
Fliegertruppe an den verschiedensten Kriegsschauplätzen als Piloten, Beobachteroffiziere und als Bodenpersonal eingesetzt. Der größte Teil dieser Personen – darunter zahlreiche Pioniere des Flugwesens – ist bislang völlig unbekannt.
Dieses mehrbändige kollektivbiografische Werk schließt damit eine große Forschungslücke zum Ersten Weltkrieg und zur Sozialgeschichte des Militärs in Westösterreich: Erstmals werden die Angehörigen der k.u.k. Luftfahrtruppen aus dem
historischen Tirol und Vorarlberg umfassend biografisch untersucht und dargestellt. Die Grundlage der Darstellung bilden Aktenstudien im Kriegsarchiv in Wien
und in den regionalen Archiven sowie zahlreiche bislang unbekannte Dokumente
und Fotografien aus privatem Besitz. Neben der kollektivbiografischen Untersuchung
enthält das Werk erstmals auch eine umfassende und konzise Darstellung des Luftkriegs an der Tiroler Front und im westösterreichischen Hinterland.

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