Innsbruck Informiert
Jg.2024
/ Nr.6
- S.15
Suchen und Blättern in knapp 900 Ausgaben und 25.000 Seiten.
Gesamter Text dieser Seite:
ivb.at
Stadtleben
Klang- und Kulturräume
© IVB
Verlängerung der 6er Linie
Die sogenannte „Waldbahn“ wird Mitte Juni erweitert und fährt bis zum Claudiaplatz.
Die IVB laden alle Fahrgäste ein, gebührend mitzufeiern.
Gut stolze 124 Jahre ist die Linie 6 bereits
in Betrieb. Ihre Route führt von Bergisel
nach Igls. Ab 14.06.2024 wird die 6er,
liebevoll auch „Waldbahn“ genannt, verlängert und fährt einmal pro Stunde nicht
mehr nur bis Bergisel, sondern weiter
bis zum Claudiaplatz.
Mit der neuen Durchbindung in die Innenstadt gelangen die Fahrgäste somit in nur
40 Minuten von Igls durch Innsbruck an
den Fuß der Nordkette. Am 15.06.2024
findet im Zuge dessen eine offizielle
Eröffnungsfeier statt. Fahrgäste kommen
an diesem Tag in den Genuss einer freien
Fahrt auf dieser Strecke – eine perfekte
Gelegenheit für einen Ausflug mit der
ganzen Familie. InnsbruckerInnen entdecken so nicht nur die neu eröffnete
Bahnstrecke der Waldbahn, sondern
auch die vielen tollen Ausflugsziele
entlang der Linie 6.
Gewinnspiel
Die IVB verlosen im Rahmen der Feierlichkeiten eine Sonderfahrt mit
einem historischen Fahrzeug auf der Linie 6. Einfach schreiben, mit wem Sie
gerne die Sonderfahrt erleben möchten, und bis spätestens 28.06.2024
per Mail an verlosung@ivb.at schicken. Der/die GewinnerIn wird am 01.07.2024
gezogen und schriftlich verständigt.
28
INNSBRUCK INFORMIERT
Feierliches Programm
Die kleinen Gäste dürfen sich an diesem
Tag auf eine kleine Überraschung freuen.
Außerdem wird es nach der offiziellen
Eröffnungszeremonie mit VertreterInnen
der Politik an der Haltestelle Bergisel zwei
Fahrten mit der historischen Bahn geben.
Alle Infos zu den Uhrzeiten sind unter
www.ivb.at erhältlich.
Zum Mond will er fliegen
Fritz Steppke ist seines Zeichens Mechaniker und zukunftsorientierter Träumer.
Nur blöd, dass ihm seine Vermieterin Frau
Pusebach die ganze Zeit im Nacken sitzt.
Und seine Freunde glauben auch nicht so
recht an den Plan. Auch die Verlobte Marie
hätte Steppke lieber mit beiden Füßen auf
der Erde. Bei der Abfahrt geht dann auch
einiges schief, aber immerhin kommt man
träumenderweise an. Schnell entpuppt
sich der Mond als Vergnügungspark und
die Liebschaften purzeln wild durcheinander. Star-Choreograf und Regisseur
Otto Pichler bringt ab 15. Juni Paul Linckes
burlesk-fantastische Ausstattungsoperette „Frau Luna“ aus dem Jahre 1899 auf
die Bühne des Großen Hauses. Mit viel
Schwung, Tanz, Sternenglanz und einer
Extraportion „Berliner Luft, Luft, Luft“!
© ERLI GR
D
er Schriftsteller Saša Stanišić beschreibt in seinem Roman „Herkunft“ eindrücklich, was eine unfreiwillige Übersiedlung in die Fremde
mit sich bringt und welche Barrieren sich
auftun. Als Kriegsflüchtling aus dem ehemaligen Jugoslawien kam er als Jugendlicher nach Heidelberg und teilt nun seine
Erinnerungen an Kindheit, Familie, Flucht
und Neuanfang. 2019 erhielt Stanišić dafür den deutschen Buchpreis. Jasmina
Hadžiahmetović, Co-Direktorin für Musiktheater am Tiroler Landestheater und
gebürtige Bosnierin, übernimmt die Inszenierung der Romanadaption. Ihre eigene Biografie weist prägnante Ähnlichkeiten mit Stanišićs auf. Beide mussten 1992
ihre Heimat verlassen und flüchteten nach
Deutschland. Beide waren damals 14 Jahre
alt und beide haben sich in der neuen Heimat eine erfolgreiche Existenz aufgebaut.
ÜNZWEIL
Mit einer österreichischen Erstaufführung in den Kammerspielen
sowie dem Programm des 8. Symphoniekonzerts legt das Tiroler
Landestheater im Juni einen Schwerpunkt auf Osteuropa.
Das 8. Symphoniekonzert am 20. und 21. Juni überrascht mit Werken von Komponisten aus
Rumänien, Ungarn und Böhmen.
Volkslieder und Weisen
Im 8. Symphoniekonzert, das den Titel „Volkslieder und Weisen“ trägt, begibt sich das Tiroler Symphonieorchester
Innsbruck (TSOI) am 20. und 21. Juni im
Saal Tirol (Congress Innsbruck) gemeinsam mit Dirigent Jonathan Bloxham in die
Welt von Gustav Mahler. Mahlers volksmusikalische Zitate in seiner „Sinfonie
Nr. 1 D-Dur“ werden als befremdendes
Element im Getriebe der kunstmusikalischen Form zermahlen und eröffnen so
faszinierende Spannungsfelder. In George
Enescus „Rumänischer Rhapsodie“ hört
dieser der musikalischen Tradition seiner
Heimat neue Klänge ab und wirft ebenso die Frage auf, wie Folklore und E-Musik
zusammenhängen.
Als ganz besonderes Solo-Instrument ist
in Franz Liszts „Ungarischer Fantasie“ das
Cimbalom zu hören: ein chromatisch gestimmtes und mit Klöppeln gespieltes
Hackbrett, das – weit über Ungarn hinaus –
im osteuropäischen Kulturraum beheimatet ist. Es ist zentral für die Musik der Sinti
und Roma, deren Kultur, obgleich eine der
ältesten lebendigen Traditionen weltweit,
zumeist von Klischees überlagert wird. Gespielt wird es von Jenő Lisztes, der als Angehöriger dieser Gemeinschaft mit diesem Instrument antiinstitutionelle Musik
auf die großen Bühnen der Kulturinstitutionen bringt.
Alle Termine und Informationen unter
www.tsoi.at, www.landestheater.at und
www.haus-der-musik-innsbruck.at. AS
INNSBRUCK INFORMIERT
29