Amtsblatt (der Stadt Innsbruck)

Jg.1961

/ Nr.7

- S.2

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Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck

zirt^ unier Berücksichtigung der Bebauungsart, der
Wohndichte, der Transportweglänge, der Behinderung durch den Verkehr Innsbruck besonders unterschiedlichen Geländeverhältnisse usw.
I n den nächsten Atonalen wird ein nener Einheitsinüllwagen System ,.Ochsner", Schnbladensystcm mit
staubfreier und automatischer Schüttung, eingestellt.
Die moderne Einrichtung diesem Wagens gestattet
die Verringerung der Mannschaft auf fünf Arbeiter.
I n den nächsten Jahren muß neben der infolge
des Wachstums der Stadt erforderlichen Einstellung
neuer Müllwagen mit der Ersetzung der nun schon
über 12 Jahre fahrenden Wibrowagen gerechnet werden.
Die Müllgefäße werden vom Stadtbauamt bei
einer Vorarlberger Firma, jährlich etwa 1000 bis
I M ) Stück, getauft und an die Anwesensbesitzer gegen
Ersatz der Selbstkosten und nach Versehung mit dem
Stadtwappen und einer fortlaufenden eingeprägten
Rummer weiterverkauft.
Durch die Numerierung ist es möglich, Verwechslungen und Diebstähle rasch aufzuklären.
Ein Teil der Müllgefäße verfügt noch nicht über
die Einrichtung zur automatischen Schüttung. Es müssen daher die neuen Müllwagen neben der automatischen, staubfreien Haubenschüttung noch eine weitere
Einschüttöffnung der bisherigen Ausführung besitzen.
Eine Sorge der Stadtverwaltung bildet die bei
den sechs vorhandenen Müllwagen eingerichtete
Schütteinrichtung, welche durchaus nicht als staubfrei
bezeichnet werden kann. Die Firma Ochsner hat über
Anregung des Stadtbauamtcs sich bereit erklärt, eine
staubfreie Haubenschüttung zum Preise von rund
25.UW.— Schilling boi den alten Müllwagen einzubauen.
Der siebente vorhandene Müllwagen verfügt über
einen Gefäßlift System „Ochsner" und wird für die
Straßentehrichtabfuhr eingesetzt.
Der I n h a l t der normalen Hausmüllgefäße beträgt
80 Liter, seit Heuer 90 Liter, jener der Straßcnkehrichttonnen 110 Liter.
Zur Müllabfuhr waren 1980 im Sommer sechs
Wagen und im Winter, bedingt durch Mehranfall
an M ü l l und Asche sowie infolge Ausfall an Werkstunden wegen der zahlreichen Feiertage, sieben Wagen, gegen 1953 drei bzw. vier Wagen im Einsatz.
Jeder der fünf Wagen hat je Woche einen Stehtag,
welcher zur Überholung und Reinigung verwendet
wird. Ein weiterer Wagen dient als Erfatzwagen und
der achte, der Gefäßliftwagen, der Straßenkehrichtabfuhr.
Das Stadtbauamt verfügt derzeit über!
a) vier Saurer-Diesel-Lkw. mit Wibroaufbau" diese
Wagen sind teils schon über 12 Jahre in Betrieb."
!>) vier Einheitsmiillwagen, Stahlaufbau aus
Stenr-Riederrahmen-Ehassis.
Erwähnt mnß noch werden, daß in einigen Gebie
ten von Hötting wegen der Enge der Straßen und
sonstiger Schwierigkeiten ein offener Lastkraftwagen
für die Müllabfuhr eingesetzt werden muß.
Die Beförderung des M ü l l s zum Abladeplatz in
der Roßau erforderte U M 14.686 Autobetriebsstun

Nummer 7

den gegenüber 10.135 1953, mit 97.309
lein bzw. 63.150 Kilometern im Jahre 1953.
Auf ein Kubikmeter M ü l l , gemessen im verdichteten
Zustande im Wagen, entfallen daher 1 l.!i8li i50.000
^ 0.25 Stundeil je Kubikmeter, 1953 betrug dieser
Wert 0.2? Stunden je Kubikmeter
und 86.933 ! 50.000 ^ 1.74 Kilometer je Kubikmeter,
gegenüber 1.70 Kilometer je Kubikmeter im Jahre
Ì953.
Die Abnahme des ersten Wertes ist bedingt durch
die Verbesserung der Wagen, die Zunahme des zweiten Wertes ist bedingt durch die flächenmäßige Vergrößerung der Abholbezirke.
Der Gebührenbemessung liegen 119.lN> Wohneinheiten (Küchen, Zimmer, Kammern) 19.325 Geschäftseinheiten von je 16 Quadratmetern Vetriebsfläche
und 114Anwesen mit 1160 Müllgefäßen mit Pauschalabrechnung zugrunde. Die entsprechenden Werte 1953
betrugen 88.156, 17.651 und 127 Anwesen mil 12N»
Gefäßen.
Die derzeitigen Iahresgebühren betrage»! 17.—
Schilling je Wohneinheit, 25.— Schilling je Geschäftseinheit, 200.^ Schilling Pauschale je Müllgefäß bei einer Abholung je Woche.
Über Bestellung kann die Abholung mehrmals jc
Woche erfolgen, wobei sich die Gebühren entsprechend erhöhen.
Die Iahresrechnung 1960 schloß bei Einnahmen oon
3,14.;.797.70 Schilling und Ausgaben von 2.lili«.097.24
Schilling mit einem Überschuß von 483.700.Ili Schilling.
Von den Gesamtausgaben entfallen rund 53 Prozent auf den Lohnaufwand, die Gesamtausgaben
je Müllgefäß und Jahr betrugen 1958 151.— Schilling gegenüber 116.— Schilling im Jahre 1953
(Lohn- und Preiserhöhungen).
Diefer Abgang wird infolge der steigenden Material- und Lohntosten eine Vergrößerung erfahren.
Eine weitere Bilanzverschlechterung wird durch die
Reueinstellung von weiteren Müllwägen verursacht,
da die Mehreinnahmen an Gebühren bei weitem nicht
die Mehrkosten aufwiegen werden.
Die Müllabfuhr wird durch die Einbeziehung neuer,
weniger dicht bebauter Randgebiete immer unwirtschaftlicher.
Bedenklich wird der Abgang werden, wenn in
nächster Zeit gleichzeitig mehrere überalterte Wibrowagen durch neue ersetzt werden müssen, wobei die
auf zehn Jahre berechneten Amortisationsquol^n ^i,u"
Vervielfachung erfahren werden.
Ein Weg zur Beseitigung des Defizits wäre die
Gebührenvorschreibung nach Pauschalgebühren für
die vorhandenen Müllgesäße.
Dies würde aber dazu führen, daß die Anwesensbesitzer trachten werden, die Zahl der Müllgefäße auf
einem Mindeststand zu halten, was sich wieder in ^ei
ten größeren Müllansalls in Forni non überquellen
den Gefäßen, häßlichen unhiigienischen MüIIImu
sen und unzulässigen Ersatzgcsäßc» uucrwüufchl >>"
merlbar inachen würde.
Die Ablagerung de>. Mülls ersolgle bis 1!!l7 im
Westen Innsbrucks auf einein durch die Innregulierung gewonnenen Reugrund zwischen Bnhnen. Ab
1!>!7 wurde Invilir cin sladlischer Grund im Osten